ADHS - Akupunktur-Sprechstunde

Wie ist der Stand der Forschung zur Anwendung der Chinesischen Arzneimitteltherapie bei ADHS?

Einige Forschungsarbeiten zeigen einen positiven Effekt chinesischer Arzneimitteltherapie (CHM) auf die ADHS-Kernsymptomatik.

Leider sind die Studien sehr heterogen in der Wahl der jeweiligen Arzneirezeptur. Dies ist zu betrachten im Kontext der chinesischen Arzneimitteltherapie, dernach trotz gleicher 'Krankheitsdiagnose' (im vorliegenden Kontext ADHS) die zum Einsatz kommende Arzneirezeptur sich immer am individuellen Beschwerdebild des/ der jeweiligen Patieten/ Patientin orientiert.

Beonders erwähnenswert ist hier eine hochwertige Studie der Kolleg*innen um M. Katz (vgl. Katz et al., 2010), die eine aufwendige Studie zum Thema durchführten und einen synonym riechenden und schmeckenden Placebo zur chinesischen Arzneirezeptur entwickelten.

Diese methodologisch sehr gute Studie zeigte einen ebenbürtigen Effekt der chinesischen Arzneimittelrezeptur im Vergleich zu Ritalin bei besseren anhaltenden Ergebnissen der CHM nach Absetzen der Therapie im Vergleich zu Ritalin/ Methylphenidat.

Ähnlich wie weiter oben in Bezug auf die Effektivität der Akupunktur formuliert, greift auch hier wieder die Analogie mit der 'Eisdecke': Die wissenschaftliche 'Eisdecke' ist partiell tragfähig, muss aber noch weiter aushärten. Die Vorhersage kann als zuversichtlich und hoffnungsreich erachtet werden.